FRP-Verbundstoffe (Fiber Rinforced Polimer) sind Materialien, die zur Realisierung von außenseitigen Verstärkungssystemen (Überzug) bestehender Mauerwerksbauten oder Stahlbetonkonglomerate eingesetzt werden. Sie bestehen aus einer organischen Matrix, verstärkt mithilfe eines Fasergewebes. In jenen Fällen, die den Einsatz von Verbindern erfordern, wird das System durch Faserbüschelverbinder vervollständigt, um eine Verbindung mit dem zu verstärkenden Bauteil zu erzeugen.
FRP-Verbundstoffe werden immer dann verwendet, wenn hohe mechanische Leistungseigenschaften gewährleistet werden müssen, ohne das Bauwerk dabei zu erschweren. Die Art der Verlegung ermöglicht schnellere und weniger invasive Baueingriffe im Vergleich zu traditionellen Systemen, sie verkürzt die Arbeitszeiten und somit auch den eventuellen Tätigkeitsunterbruch des Gebäudes.
| Systemkomponenten vor Ort | Obligatorisch: Verstärkungsgewebe (aus Carbon- oder Glasfaser) und imprägnierendes Epoxidharz Zusätzlich: Epoxid-Vorbehandlung, Epoxid-Ausgleichsspachtel, Faserbüschelverbinder |
| Vorgeformte Systemkomponenten | Obligatorisch: Carbonfaserfolie, Epoxid-Klebeharz Zusätzlich: Epoxid-Vorbehandlung, Faserbüschelverbinder |
| Auftragsschichtstärke | Unerheblich (< 5 mm) |
| Untergrund | Beton oder Mauerwerk |
| Verwendungsbeispiele | Steigerung der Biegezug- und Scherfestigkeit von Balken Steigerung der tragenden Fähigkeit und der Duktilität von Pfeilern durch Einhausung Steigerung der tragenden Fähigkeit von Deckenkonstruktionen aus Latero-Zement Konsolidierung von Gewölbe- und Bogenbauteilen Außenumrandung von Mauerwerksbauten Verstärkung von Bauten mit großem Biegeradius |