Die Abbautätigkeit wird bei Fassa Bortolo von einem starken Engagement für die ökologische Nachhaltigkeit geleitet.
Wir arbeiten umweltschonend mit einem verantwortungsvollen Management in Bezug auf die natürlichen Ressourcen, mit dem Ziel zur Minimierung jener negativen Auswirkungen, die unsere Abbautätigkeit verursacht.
Wir wählen unsere Steinbrüche und Abbaugebiete mit Sorgfalt aus, gemäß Praktiken zur Reduzierung von Störungen und von Auswirkungen auf die Landschaft. Nach Gebrauch setzen wir uns dafür ein, die Abbaugebiete wiederherzustellen und zu renaturieren, um das natürliche Gleichgewicht der Umgebung aufrecht zu erhalten.
Wir setzen fortschrittliche Technologien ein, um die Effizienz und die Nachhaltigkeit unserer Abbautätigkeiten zu verbessern. Wir betreiben unsere Steinbrüche sowohl oberirdisch in Form nach unten abfallender, horizontaler Ebenen, um die umgehende Renaturierung der abgetragenen Hänge zu unterstützen, als auch mit unterirdischen Brechkammern und einer entsprechenden Reduzierung des Transports auf Straße.
Wir überwachen fortwährend die Umweltleistungen, reduzieren den Wasser- und Energieverbrauch, schränken somit Schadstoffemissionen ein und optimieren den Ressourceneinsatz.
Unser Ansatz ist ein ganzheitlicher, denn er berücksichtigt die Umwelt-, die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte mit Rücksichtnahme auf die geomorphologischen, hydrogeologischen und landschaftsspezifischen Gleichgewichte.
Gipsgruben
Ein unersetzliches Material
Der antike Baustoff Gips ist auch noch heute unersetzlich. Seine Qualität ist von grundlegender Bedeutung, damit Bausysteme ihre bestmöglichen Leistungseigenschaften gewährleisten können.
Das Betreiben der ersten unterirdischen Gipsgrube hat ihren Anfang im Jahre 1993 in Moncalvo (Asti); diese unsere Erfahrung hat sich in der Folge auch bei anderen Abbaustellen – immer in der Provinz Asti – konsolidiert und bewährt. Der unterirdische Abbau ermöglicht das Erreichen des besten Teils der Gipsvorkommen und begünstigt die Extraktion des nicht durch Lehm, Mergel oder verfälschtes Gipsgestein verunreinigten Gipsminerals, so wie es häufig beim oberirdischen Abbau der Fall ist.
Der unterirdische Gipsabbau
Beim unterirdischen Gipsabbau verwenden wir hauptsächlich die Methode mit Kammern und Trennwänden, wobei Hohlräume realisiert werden, die von Trennwänden aus Felsgestein unterbrochen werden. Die verbleibenden Hohlräume sind dann richtiggehende Stollen, die mithilfe von Sprengstoff oder durch mechanisches Abtragen (z.B. Fräser) realisierte werden können.
Diese Technologie ermöglicht nur einen begrenzten Abbau der Vorkommen, sorgt jedoch nach Beendigung des Abbaus für einen hohen Grad an Stabilität und begünstigt die Staubabsaugung während der Abbautätigkeit, wodurch ein gesundheitlich unbedenkliches Umfeld für die Arbeiter untertage gewährleistet ist. Der Einsatz innovativer Technologien auf diesem Gebiet, bzw. der mechanische Abbau mithilfe von Roadheader-Fräsen, begünstigt die Baustellenorganisation im Abbaubereich, die Sicherheit des Grubenpersonals und schränkt insbesondere die visuelle Wirkung erheblich ein.
Kalkgruben
Abbaumuster
Im Abbauen von Kalkgruben verfügen wir über eine jahrzehntelange Erfahrung in Bezug auf unterschiedliche Vorgangsweisen. Unterirdische Brechkammern spiegeln am besten unser kontinuierliches Engagement für eine vernünftige Nutzung der Mineralvorkommen wider, im Sinne einer beschränkten Auswirkung auf das nähere Umfeld. In diesem Fall verbindet ein Stollen die Brechkammer mit dem Außenbereich, in den das Kalkgestein über Fließbänder transportiert und erneut zerkleinert, gesiebt und anschließend als Endprodukt gelagert wird.
Aktuell sind die von Fassa in direkter Form betriebenen Kalkgruben in den Provinzen Cuneo, Lecco, Brescia, Lucca und Pescara stationiert. Das abgebaute Material wird, nach Reduzierung der Korngröße durch Zerkleinerung und anschließendem Sieben, findet Verwendung bei der Herstellung von werksgemischten Fertigputzen, von Kalk und sonstigen Baustoffen.
Das Beispiel der Anlage von Botticino
Die kontinuierliche Suche von Qualitätsprodukten hat Fassa Bortolo im Jahre 2009 dazu veranlasst, eine Brech- und Mahlanlage im Gebiet des Marmorvorkommens von Botticino (Brescia) zu erwerben, wo das aus dem Ziersteinbruch stammende Kalkgestein einen sehr hohen Gehalt an Kalziumkarbonat aufweist.
Die an die Anforderungen und Standards von Fassa angepasste Anlage von Botticino ist in der Lage, ventiliertes und mikronisiertes Kalziumkarbonat, Granulat, Stückkalk, Kalkstein für Agglomerate und Bruchstein herzustellen.
Der hohe Kalziumkarbonatgehalt erlaubt auch die Verwendung in anderen Bereichen über das Bauwesen hinaus, so beispielsweise:
- in der Tierhaltung, zur Herstellung von Futtermitteln
- in der Lebensmittelbranche, für die Kalziumzufuhr sowie in Zuckerfabriken
- in der Industrie, wie Glashütten, Farbenfabriken, Papierfabriken
- in der Chemie
- in der Pharmaindustrie
- in der Ökologie, für die Wasser- und Rauchbehandlung.
Seit 2016 verfügt die Anlage in Botticino über die Zertifizierung GMP+, ein auf internationaler Ebene anerkannter Standard, der die Herstellung, den Transport und den Vertrieb von Futtermitteln betrifft, insbesondere die Herstellung deren Inhaltsstoffe. Die Erfüllung dieses Standards ermöglicht es, ein Vertrauensverhältnis mit den Kunden und mit allen Interessensvertretern aufzubauen und somit nachweisen zu können, dass die Inhaltsstoffe dieser Futtermittel mit sicheren und hochqualitativen Verfahren hergestellt worden sind.
Bei der Planung unserer Abbautätigkeiten nehmen wir Rücksicht auf die Erfordernisse des Gebiets und garantieren die Umweltverträglichkeit in all ihren Phasen.
Eine korrekte Planung trägt dazu bei, die Umweltauswirkungen der Arbeiten auf Landschaft, Flora und Fauna abzuschwächen und ermöglicht nach Beendigung der Abbautätigkeit eine adäquate Umweltsanierung des betroffenen Gebiets. Das Wiederherstellungsprojekt bringt nicht unbedingt den Stand ante operam wieder, kann jedoch den Weg frei machen für die Entwicklung des Gebiets in Hinblick auf eine entsprechende öffentliche Nutzung (die wissenschaftliche Bildung, für naturalistische, sportliche Zwecke usw.) oder für eine Renaturierung in nachhaltiger Form.
Der Fall der Grube von Moncalvo (Asti)
Die im Jahre 2000 von Fassa Bortolo erworbene, ehemalige und zuvor von anderen Abbauunternehmen im Übertagebetrieb genutzte “Gips”-Grube von Moncalvo, wurde zum Objekt einer bedeutenden Umweltsanierung. Heute vermittelt das Gebiet einen vollkommen neu gestalteten Eindruck und weist eine sanfte Morphologie auf, mit einer ausgedehnten und gleichmäßigen Begrünung der gesamten Fläche. Einen Beitrag zum Prozess der vegetativen Erholung leistete die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern im Jahre 2016, wodurch die Vegetation jener der umliegenden Hügellandschaft angepasst wurde.
Der Grubenbericht
Ein Beispiel von guter Praxis
Wir sind von der Umweltbehörde Legambiente als ein Beispiel von guter Praxis im Bereich des Abbaumanagements ausgezeichnet worden.
Der Grubenbericht der Legambiente spiegelt ein objektives Abbild der Abbautätigkeiten auf dem italienischen Staatsgebiet wider, mit einem besonderen Augenmerk auf die sich daraus ergebenden wirtsc haftlichen und umweltspezifischen Auswirkungen.